IP Schutzarten bei Drehzahlsensoren

Sinnvolle Anwendung

Mit der IP Schutzart (IP = International Protection) kann der Schutz von Geräten verschiedenster Arten klassifiziert und damit vergleichbar gemacht werden.

Die Klassifizierung basiert u.a. auf folgenden Normen: DIN EN 60529 und ISO 20653:2013.

Die Syntax dieser Klassifizierung ist immer gleich: Vorangestellt werden die Buchstaben „IP"; gefolgt von zwei Ziffern. Die Norm ISO20653 erlaubt, hinter jede der beiden Ziffern gegebenenfalls noch den Buchstaben „K" zu stellen, als Hinweis für eine spezifische Norminterpretation für Straßenfahrzeuge.

Die Kennziffern reichen von „0" bis „6" für die erste Stelle, beziehungsweise „0" bis „9" für die zweite Position.

Die Schutzart der ersten Stelle definiert den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung. Die zweite Ziffer definiert den Schutz vor Wasser. Grundsätzlich und vereinfachend kann gesagt werden: Je höher die Ziffer, desto höher der Schutzgrad.

An dieser Stelle gehen wir nur auf Schutzarten ein, die für RHEINTACHO Sensoren zum Einsatz kommen.

  • IP6x Staubdicht und vollständiger Schutz gegen Berührung
  • IPx5 Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel
  • IPx6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • IPx7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
  • IPx8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen
  • IPx9 / IPx9K Schutz gegen Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung

Wie die meisten Klassifizierungen sind die IP Schutzarten eine sehr gute Hilfe bei der Auswahl des geeigneten Produktes. Allerdings: Wie jede Klassifizierung ist es auch hier so, dass im Sinne einer anwenderfreundlichen Umsetzung Spezifikationslücken in Kauf genommen wurden, bzw. der Anwender die Systemregeln kennen sollte. Daher im Folgenden zwei Hinweise.

Wissenswerte Grenzen / Definitionen

Bei den Schutzarten gegen Wasser sind bis zur IPx6 die geringeren Ziffern miteingeschlossen. 

Bei IPx7, IPx8, IPx9 jedoch nicht mehr.

Diese wichtige Definition ist häufig nicht bekannt.

IP6K9K nach ISO20653: „Staubdicht“ und „geschützt gegen Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, spezifisch Straßenfahrzeuge".
IP6K9K nach ISO20653: „Staubdicht“ und „geschützt gegen Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, spezifisch Straßenfahrzeuge".
Die FEpp-Baureihe ist nicht vorgesehen für den „ständig untergetauchten Einsatz". Das wäre die IPx8.

Es ist innerhalb der Normen nicht definiert, wann eine IP-Prüfung durchgeführt werden muss. Gerade bei Werkstoffen und Konstruktionen, bei denen es im Rahmen der Alterung zu Veränderung der Eigenschaften kommen kann ist dies ein wichtiger Punkt. Speziell bei Kunststoffen kann es durch UV-Belastung, Temperaturwechsel u.v.m. zu deutlichen Verlusten von wichtigen Eigenschaften kommen. Bei RHEINTACHO Produkten werden IP-Prüfungen generell im vorgealterten Zustand vorgenommen.