Geschichte

Unsere Firmengeschichte lehrt uns, dass langfristige Geschäftsbeziehungen den Erfolg ausmachen. Deshalb pflegen wir faire Partnerschaften mit unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unseren Zulieferern. Auch bekennen wir uns zu unserer ökonomischen, sozialen und ökologischen Verantwortung, schließlich sind wir Teil eines Ganzen.

Für die Zukunft erwarten wir eine weiter beschleunigte technologische Entwicklung beispielsweise in Richtung kombinierter Sensorik und ein weiteres Fortschreiten der Globalisierung. Gleichzeitig partizipieren wir an dem Trend zu individuellen, präzise auf die jeweiligen Anwendungen abgestimmten Lösungen.

Wir sind dafür mit unserem professionellen Projektmanagement, den hervorragenden Mitarbeitern und unserer globalen Vertriebsstruktur gut aufgestellt.

Die 2010er Jahre - Marktposition weiter ausbauen – Stetiges und gesundes Wachstum

RHEINTACHO hat die weltweite Finanzkrise 2008/2009 verhältnismäßig gut überstanden und war in der Lage ohne größere personelle und finanzielle Verluste seine starke Marktposition weiter auszubauen. Die Drehzahlsensoren für elektromotorische Antriebe wurden um weitere Sensor-Familien erweitert und findet einen stetig wachsenden Absatz. Des Weiteren werden neue Märkte für den Einsatz der Stroboskope erschlossen. Mit der Entwicklung eines neuen Stroboskops mit Auto-Sync Laserfunktion hat die RHEINTACHO ein Produkt auf den Markt gebracht, das bis dato einmalig ist.

Neben der bereits bestehenden Niederlassung in Großbritannien (RHEINTACHO UK) baut RHEINTACHO seine internationale Marktposition weiter aus und hat 2016 ein Vertriebsbüro in SuZhou, China eröffnet. Dieser Standort fungiert als lokales Vertriebs- und Support-Center für Originalprodukte von RHEINTACHO und bietet chinesischen und asiatischen Kunden zeitnahe Unterstützung bei technischen und anwendungsbezogenen Fragen.

Mit der Übernahme im April 2017 der französischen Firma ERGECA (RGK Video Systems) hat RHEINTACHO einen weiteren wichtigen Meilenstein gesetzt. Die daraus neu hinzugewonnenen Produkte zusammen mit dem Know-How der übernommenen Mitarbeiter, erlaubt RHEINTACHO nun auch die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von kamerabasierten Inspektionssystemen anzubieten.

Optimistisch und erfolgreich ins neue Jahrtausend

Ende 2001 wurde zur Stärkung der Position im US-amerikanischen Markt die Firma Pioneer Electric & Research zu 100 % übernommen und in die RHEINTACHO Messtechnik GmbH integriert.

Heute verfügen wir über eine erstklassige Produktentwicklung und sind Technologieführer in der Drehzahlerfassung und -überwachung bei mobilen Anwendungen im Non-Automotive-Segment. Dank hocheffizienter Prozesssteuerungen erfüllen wir auch außergewöhnliche Aufträge mit geringen Lieferzeiten.

Mit unseren intelligenten Sensorentwicklungen bedienen wir erfolgreich den Markt für hydraulische und elektrische mobile Antriebslösungen. Auch in Hybrid-Konzepten sind unsere Drehzahlsensoren zu finden.
Die Produktfamilie der Messgeräte wurde um Stroboskope erweitert und in den letzten Jahren wurde diese Produktgruppe erfolgreich ausgebaut.

Die Blüte der neunziger Jahre – mit neuem Schwung

In den 90er Jahren wurden die Betriebsabläufe weiter optimiert. Ein Qualitätssicherungssystem nach ISO 9001 wurde aufgebaut. Für Neuentwicklungen und kundenspezifische Sonderlösungen wurde ein Produktentstehungsprozess definiert. Ein modernes Warenwirtschaftssystem wurde integriert, das sämtliche Abläufe im Unternehmen von der Auftragsannahme über die Bestellung der Komponenten bis zum Versand steuert. Auch wurde eine Unternehmenskultur etabliert, die auf dem Prinzip der fairen Partnerschaft beruht, das sowohl nach innen als auch nach außen vertreten wird. Ende der neunziger Jahre eröffnete RHEINTACHO mit einer Mehrheitsbeteiligung eine Niederlassung in Großbritannien, die unter dem Namen Foundrometers Instrumentation Ltd. analoge Anzeiger, mechanische und elektro-mechanische Tachometer sowie Drehzahlgeber produziert. Seit 2014 firmiert die englische Niederlassung nun unter dem Namen RHEINTACHO UK Ltd..

Im Umbruch der achtziger Jahre - Veränderungen sind Chancen

Bereits in den siebziger Jahren leitete die sich rasant entwickelnde Mikroelektronik einen Strukturwandel ein, der das Unternehmen bis Anfang der neunziger Jahre prägte. Mit der Mikroelektronik entwickelte sich die Sensortechnik. Sie führte in den meisten Anwendungen zur Ablösung der mechanischen und elektromechanischen Tachometer, die um ein vielfaches teurer waren. Verstärkt durch die allgemeine wirtschaftliche Lage entstand bei RHEINTACHO ein enormer Rationalisierungsdruck. Die neuen Techniken mussten integriert, der Personalbestand reduziert und die Organisationsstruktur neu geordnet werden. Ein funktionierendes Kostenrechnungssystem wurde aufgebaut, in dessen Zuge nicht kostendeckende Fertigungsbereiche aufgelöst wurden. Ein aktiver Vertrieb verbesserte den Zugang zu den Märkten und eine deutlich aufgestockte Entwicklung brachte technologisch fortschrittliche Produkte hervor.

Die siebziger Jahre – auf gute folgen schlechte Zeiten

Anfang der siebziger Jahre kühlte die Wirtschaft merklich ab. Dies ging auch an der RHEINTACHO nicht spurlos vorüber. 1972 erfolgte der Umzug an die zur Expansion errichtete heutige Produktionsstätte. Nur noch die Montage und die Verwaltung verblieb am ursprünglichen Firmensitz. Nach dem Öl Preisschock 1973/74 spitzte sich die Lage nochmals zu. Die Expansionspläne mussten zurückgestellt werden, stattdessen wurde der Firmensitz ganz an die heutige Produktionsstätte in der Waltershofener Straße verlagert. Das ehemalige Firmengebäude wird heute als Jugendherberge genutzt (www.blackforest-hostel.de).

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder – mit Volldampf voraus

Mit der Währungsreform 1948 und dem Inkrafttreten des Marschallplans 1949 begann der eigentliche Wiederaufbau. Bereits 1952 erreichte das Unternehmen wieder die Mitarbeiterzahl und die Produktivität von 1936. Im selben Jahr wurde das Firmengebäude mittels eines zinsgünstigen Darlehens der Kreditanstalt für Wiederaufbau aufgestockt. So wurde Platz für die Produktion der aufkommenden elektrischen Tachometer geschaffen. Bis Ende der sechziger Jahre hatte die RHEINTACHO Messtechnik GmbH dann am Wirtschaftswunder teil und wuchs stetig. 1970 waren 120 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt.

Die Nachkriegszeit – alles ist besser als nichts zu tun

Der Neubeginn nach dem Krieg gestaltete sich schwierig. Das Unternehmen war gerade auch für die aus dem Krieg heimkehrenden Mitarbeiter ein wesentlicher Bezugspunkt, mit dem sie die Hoffnung auf bessere Zeiten verbanden. Hermann Münzner und sein Betriebsleiter beschafften Arbeit, wo es nur ging. Es wurden Druck- und Setzmaschinen aus ausgebrannten Betrieben instand gesetzt, Feuerzeuge produziert, zu denen die Abnehmer erst noch Feuersteine beschaffen mussten, und schließlich für einen von der französischen Zonenverwaltung benannten Prioritätsbetrieb der Textilbranche, die Rhodiaseta, Zulieferteile hergestellt. Das Improvisationsgeschick und das Zusammenstehen von Unternehmensleitung und Mitarbeitern half durch diese Zeit und auch über die Demontage aller modernen Maschinen des Betriebes hinweg.

Von 1933 bis 1945 – erst Aufschwung, dann Krieg

Nach 1933 erholte sich das Unternehmen zunächst und baute seine Marktstellung weiter aus. Ab 1939 wurde die Produktion nach und nach kriegsverpflichtet. Die Tachometerproduktion wurde auf wenige Typen eingeschränkt und zugleich die Produktion anderer kriegswichtiger Güter begonnen. Beispielsweise wurden Wirbelstromtachometer für Flugmotorenwärmer der Firma Junkers produziert und daneben Flakzünder hergestellt. In dieser Zeit traten die Einzelschicksale der mit dem Unternehmen eng verbundenen Mitarbeiter stark in den Vordergrund. Die Belegschaft bestand in den letzten Kriegsjahren zu einem Großteil aus Frauen und Mädchen.

Die Weltwirtschaftskrise – Durchhalten ist die Parole

Das Unternehmen war auf 25 Mitarbeiter angewachsen und hatte sich zu einem führenden Tachometerhersteller in Deutschland entwickelt, da brachte es die 1929 beginnende Weltwirtschaftskrise in schwierige Fahrwasser. Aufträge gingen nur spärlich ein, und Mitarbeiter und Unternehmensleitung bangten von Samstag zu Samstag um die Löhne.

Die Anlaufzeit – vom Handel zur Produktion

Das Unternehmen wurde 1901 als Handelsunternehmen gegründet. 1920 wurde es von der Familie Münzner übernommen. Hermann Münzner, der die Geschicke des Unternehmens 35 Jahre lang lenkte, strebte von Anfang an eine eigene Produktion an. 1924 war es so weit. Am Gewerbekanal in Freiburg im Breisgau wurde mit drei Mechanikern die Herstellung von Tachometern begonnen, damals unter dem Namen „Rheinische Tachometerbau Anstalt Münzner & Co".